Therapeutische Klettertherapie

Rückentraining einmal anders: Wer keine Lust auf eine herkömmliche Rückenschule hat. Diese Therapie unterstützt gezieltes Koordinations-, Mobilisations-, Kraft Training in der Vertikalen durch eine Kletterwand als Hilfsmittel! Für Sportbegeisterte mit körperlichen Einschränkungen.

Definition

Rückentraining einmal anders: Wer keine Lust auf eine herkömmliche Rückenschule hat und etwas mehr Motivation braucht! Klettern ist gut für das „Kreuz“ –immer unter Berücksichtigung der individuellen Fitness und entsprechender Sicherungstechniken.
Das moderne Sportklettern stellt die Grundlage für ein neues Therapiekonzept im Rahmen der Trainingslehre bei orthopädisch/ traumatologischen, chronischen, degenerativen Beschwerdebildern dar.
Entscheidend für die Anwendung dieser Risikosportart im Rahmen der Therapie ist die methodisch, didaktische Reduktion, d.h. der Transfer einzelner Elemente des Kletterns in ein therapeutisches Konzept.
Durch diese Maßnahme lässt sich das Gefahrenpotential für den Patienten auf das Niveau einer funktionsgymnastischen Sprossenwandübung reduzieren, ohne jedoch auf die anspornenden Aspekte verzichten zu müssen.
Obwohl diese Faktoren den Schlüssel zum Therapie Erfolg darstellen, finden sie leider oft wenig Beachtung in der Behandlung.
Darüber hinaus ist das Klettern und Hangeln von grundlegender Bedeutung im Rahmen der motorischen Entwicklung und Vertikalisierung des Menschen.
Es stellt ein Programm zur Konditionierung der Muskulatur bzw. der komplexen Verschaltung in geschlossenen Funktionsketten dar. Diese komplexe Verschaltung ist die Grundlage für Bewegungen in dem vertikalen Bereich(Stehen, Gehen) und die Basis für fein abgestufte Zielbewegungen in offenen Funktionsketten.

In Bezug auf die Trainingstherapie bietet das Klettern somit einerseits pos. biomechanische Ansätze im Hinblick auf die Belastung und Beanspruchung des Bewegungsapparates, sowie wichtige neurophysiologische Ansätze zur Konditionierung von neuromuskulären Störungen bei traumatischen bzw. chronischen Beschwerden.

Das Klettern bietet somit nicht nur Vorraussetzungen für die Ergänzung einer funktionell orientierten Rehabilitation, die zudem auch noch Spaß macht; es birgt ebenso das Potential einer gesundheitsfördernden Maßnahme, die über eine Rehabilitation hinaus als Lebensfreude- Sportart zu einer langfristigen Verhaltensänderung führen kann.

Angesprochen wird

Limbisches System

Dieses steuert das emotionale Verhalten und damit das Motivationsgefüge des Menschen.
Es dient global der Verbesserung der Adaption an sich ständig wechselnde Umwelteinflüsse.
Die Entstehung der Emotionen  ist an die kognitiven Fähigkeiten der Säuger und demnach an Wahrnehmung und Bewertung von sensorischen Reizen und das Gedächtnis gebunden.
Hierbei sind die motorisch vegetative und endokrinen Störungen, die man bei versch. Emotionalen Zuständen beobachtet, Ausdruck solcher kognitiven Prozesse.

Reaktiv postoperative Veränderungen der Kraft und Koordinationsverhalten

Auch nicht direkte durch Verletzung oder Operation betroffene Muskulatur erfährt in einer Frühphase schwere reaktive Veränderungen in Bezug auf ihr Kraft und Koordinationsverhalten.
Die nach isokinetischen bzw. freien dynamischen Trainingsreizen erhobene EMG Befunde weisen auf weit über den reinen Kraftverlust hinausgehende, koordinative Störungen hin.
Eine Bewertung der den Störungen offensichtlich zu Grunde liegenden neurophysiologischen Abläufen verdeutlicht, dass die Funktionsstörungen nicht reflektorisch auf spinaler ebene entstehen, sondern das affektiv gefärbte nervös bedingte Ansteuerungsstörungen der Muskulatur eine entscheidende Rolle spielen.
Angesichts dieser Genese ist es erforderlich, in der frühpostoperativen Phase spezifische, auf eine schnellstmögliche Wiederherstellung der normalen Ansteuerungsfähigkeit der Muskulatur, abgestimmte Bew. Programme zu entwickeln.

Belastung abhängig von:

  • Wandneigung
  • Griffart, Trittabstand, Trittart, Position
  • Belastungsdauer
  • Differenzierte Belastung von Oberer Extremität /Unterer Extremität

Empfehlung für

  • Kletterer mit Problemen in Gelenken und Wirbelsäule /Bandscheibenleiden, Skoliosen…=“Kreuz“
  • Personen mit funktionellen Beschwerden am Bewegungssystem und Freude an etwas anderem
  • Personen mit anatomischen, physiologischen Besonderheiten
  • Personen mit Deformierungen
  • Personen mit Schienenversorgungen, Orthesenversorgung

Kontraindikation

  • Rheuma
  • Schmerzhafte Hand-, Fingergelenke
  • Klettertherapeutin

Schulung

  • Vermittlung Theorie und Praxis
  • Haltungsübungen
  • Krafttraining
  • Dehnung
  • Mobilisation
  • Koordination

Ein ganzheitlicher Ansatz, auch wenn der Rücken im Vordergrund steht

Ziele

  • Erleichterung und Verbesserung von Bewegungsabläufen
  • Gesundheitsförderung
  • Optimierung der Eingangsvoraussetzungen
  • Ausgleich : Beweglichkeit- Koordination
  • Wahrnehmung
  • Beweglichkeit
  • Körperhaltung
  • Kraft und Stabilität

Anmeldung

Nur auf Anfrage direkt bei Praxisinhaberin !
Wir sind für Sie zu den angegebenen Öffnungszeiten da.

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